Küchenregal

Fehleranalyse:

Da ich mein Wohnzimmer als Werkstatt nutzen musste, bin ich unter Zeitdruck und etwas Stress bei der Herstellung des Regals gewesen. Denn ich habe bspw. Böcke zum Sägen aufgebaut, die ich nicht jedesmal wieder wegräumen wollte, und daher stehen die im Wohnzimmer herum und blockieren den Platz. Das Sofa ist nicht mehr frei und ich kann abends nicht mehr recht entspannen. Ich kann außer dem Regal nicht mehr so viele Dinge tun in der Wohnung und das belastet. Daher entstehen Fehler, die ich bewusst wahrnehme und in Kauf nehme.

Manche Fehler würde ich vielleicht auch machen ohne Druck und Stress, weil ich ja nicht zum professionellen Arbeiten gezwungen bin.

Im Folgenden sind Fehler, die sich aus einer oder beiden der genannten Möglichkeiten zusammensetzen aufgelistet:

Die Platten konnte ich nicht auf einmal (übereinander) sägen, weil meine Stichsäge das nicht hergibt. Ich habe die Platten einzeln nach Linien gesägt, die ich mit einer Schablone auf die Ausgangsplatten gemalt habe. Die Platten waren am Ende nicht exakt in der gleichen Form. Für die Löcher, wo die Füße reinkommen, habe ich sie also bestmöglich aber eben nicht passend übereinander gelegt. Allerdings sollten die Löcher selbst dann schon „perfekt“ übereinander gekommen sein, denn ich habe die drei Platten mit Schraubzwingen verspannte und dann von oben durch alle drei durchgebohrt. 

Vor allem aber die vier Standbeine des Regals sind von Anfang an nicht exakt gerade gewesen. Daher mussten die Löcher in den Platten nachgearbeitet werden und die Bohrungen in den Beinen, wo die Stifte zur Befestigungen sitzen, sind nicht mittig.

Ich habe die Statik nicht im Vornherein durchdacht. Vier Füße und Spiel in den Löchern, wo sie reinkommen, sorgen für ein recht kippliges Konstrukt. Umso genauer ich die Löcher nachgearbeitet habe (Aufdickung durch Harz + Sägespäne) und die Aufnahmen für die Stifte optimiert habe, umso mehr Stabilität konnte ich gewinnen. Vor allem habe ich dann das Regal nach Ausrichten mit der Wasserwaage noch mit drei dünnen Leisten verstärkt, was glaube ich nochmal stark Stabilität gibt. Da die Leisten sehr dünn sind, muss man vorsichtig sein, das Regal jetzt nicht zu stark durch z.B. Bewegen im Raum zu belasten. Ich will das Regal am Ende mit zwei Schraube in der Wand befestigen, dann sollte es wirklich sehr stabil und robust sein.

Will man ein solches Regal bauen, sollte man sich am besten im Vorfeld genau die Statik überlegen, den Schwerpunkt und die Stabilität der Konstruktion in sich selbst. 

Im Nachhinein sollte man vermutlich auch nicht mit krummem Ausgangsmaterial arbeiten (wie gesagt die Beine als zentrales Element waren krumm), jedoch wollte ich bewusst vorhandenes Material aus Umweltgründen „rececycln“ bzw. halt einfach benutzen, und daher hatte ich hier keine Wahl.

Die vier Standbeine sind nicht gerade, sondern etwas verzogen.

 

 

 

Beim Streichen scheinen manchmal nach einem oder zwei Anstrichen hellere Stellen noch durch. Beim grünen Acryllack konnte ich diese Stellen glaube ich recht gut durch Auftragen von Klecksen an genau diesen Stellen dann dicht bekommen. Beim braunen Kunstharzlack scheiterte dieses Vorgehen kläglich. Die Kleckse behielten nach dem Trocknen ihre Ränder bei und man sah sie ganz stark. Ich habe das dann nochmal nachgeschliffen und dann das ganze Brett nochmal überstrichen.